VfB Hellerau-Klotzsche e.V.

Euer Verein für Breitensport im Dresdner Norden!

News Judo

Nach der erfolgreichen Landesmeisterschaft haben sich Philipp Schossig, Eric Pönitz und Peter Lindenberg am 15.02.2020 mit den besten Sportlern aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gemessen. Dabei bedeutet eine Top4-Platzierung auf den Mitteldeutschen Meisterschaften auch die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften – die Motivation war entsprechend hoch.

Philipp, U18, -90kg, 3-1 Kämpfe, 3. Platz:

Nachdem er die Landesmeisterschaft leider Krankheitsbedingt verpasst hat, wollte Philipp heute ein Zeichen setzen und zeigen, dass er zurecht vom Landesverband für die MDEM gesetzt wurde. Mit zwei souveränen Siegen gegen Paul Pieper aus Sachsen-Anhalt und Marc Rubelius aus Thüringen hatte er auch direkt einen gelungenen Auftakt. Im Halbfinale gegen Angstgegner Hannes Trier (TH), Deutscher Meister U18 2019, hat er aber seine taktische Linie aber nicht durchsetzen können und musste sich geschlagen geben. Im Kampf um Platz drei wartete ein alter Bekannter: Lennard Rodig aus Rammenau/SN hatte Philipp auf der Bezirksmeisterschaft im Januar schon zwei Mal besiegt. Entsprechend selbstbewusst ging er auf die Matte. Anfangs leider etwas zu selbstbewusst, so dass der Gegner mit Waza-Ari in Führung gehen konnte. Wieder geerdet konnte Philipp aber sein Judo durchsetzen und seinen starken Wettkampf mit der Bronzemedaille krönen.

Damit ist Philipp auch für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert, die dieses Jahr in Leipzig stattfindet! Die -90kg kämpft am 29. Februar – eventuell hat ja der eine oder andere Sportler (samt Eltern) Lust moralisch zu unterstützen und die Gelegenheit zu nutzen Spitzenjudo live zu erleben!

Bildrechte: Martin Lindenberg.

 

Eric, U21, -66kg, 2-1 Kämpfe, 3. Platz:

Eric hat man die Wettkampfpause gerade in seinem ersten Kampf angemerkt: Nach einem Freilos in der ersten Runde hatte er gerade am Anfang große Probleme gegen den bereits warmgekämpften Julian Krupper aus Thüringen. Hier konnte er seine Griffüberlegenheit leider nicht nutzen, insbesondere der Übergang von Vorbereitung zu Ausführung der Spezialtechnik unrund war. Letztendlich holt der Thüringer zuerst den zweiten Waza-Ari – aber dafür war Eric jetzt im Wettkampf. Gegen Nicklas Kunisch aus Sachsen lief es schon deutlich runder, nach starken Ansätzen im Boden konnte Eric seine Überlegenheit im Boden voll ausspielen und sich mit einer Würger-Festhalte-Kombination durchsetzen. Als letztes Hindernis auf dem Weg zu DEM wartete dann wieder ein Thüringer, dem Eric keine Chance lies. Aus starkem eigenem Griff gestaltete Eric den Kampf von Beginn an, erarbeitete sich eine Vielzahl an Chancen und sicherte sich verdient die Bronze-Medaille.

 

Peter, U21, -81kg, 3-1 Kämpfe, 3. Platz:

Den besten Kampf des Tages lieferte Peter direkt zum Auftakt ab. Gegen den amtierenden Deutschen Meister U18, Elias Kroll aus Thüringen, gestaltete Peter den Kampf ab der 2. Minute auf Augenhöhe – leider war jedoch am Anfang der Respekt zu groß, so dass Peter früh in Rückstand geriet, den er nicht mehr aufholen konnte.

Dann folge ein typischer Peter-Wettkampf: Mit einer Niederlage ging es in die Trostrunde. Gegen Thormann (ST) und Schnell (TH) dominierte er mit gewohnt starkem Griff und überzeugenden Ashi-Waza-Ansätzen. Im Kampf um Bronze ging es dann wieder gegen einen Sachsen: Aldamovi aus Hoyerswerda war körperlich stark, konnte dem aktiven Judo von Peter aber nur wenig entgegensetzen. Auch hier also Bronze als Belohnung für einen starken Wettkampf mit ganz viel Herz.

 

Kurzer Blick über den Tellerrand:

Tina Gabriel aus Bautzen, die im Rahmen ihres Studiums in Dresden neben ihrem Heimatverein auch bei uns trainiert, hat ebenfalls einen starken Wettkampf abgeliefert. Obwohl im Kampf gegen die starke Yara Slamberger sogar noch mehr möglich gewesen wäre, hat sie sich mit 2-1 Kämpfen ebenfalls Bronze gesichert! Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle!

 

Damit starten Eric und Peter am 06./07. März in Frankfurt/Oder bei den deutschen Meisterschaften U21.

 

Wir drücken allen Sportlern die Daumen, dass Sie ihre gute Form auch auf nationaler Ebene unter Beweis stellen können!

Jeder ab ca. 7 Jahren kann mitmachen!

Komm einfach vorbei!

Wann? Dienstags um 15:45 Uhr
Wo?     Sporthalle des VfB Hellerau-Klotzsche, Karl Liebknecht Straße 53

Du brauchst für den Anfang nur Sportsachen und Badelatschen!

Wir freuen uns auf dein Kommen!

Angelika Grüger und Steffi Peters
(Trainerin)                     (Trainerin)

 

  • Judo Německo-česká výměna mládeže VfB Hellerau-Klotzsche – Pro Sport Teplice 6.-9. Září 2018

  • Nach zwei Jugendbegegnungen mit Breslau (Polen) stand vom 6. bis 9. September 2018 für die Judoka des VfB eine Begegnung mit Tschechien auf dem Programm. Nach stressigen Monaten der Organisation trafen von Donnerstag bis Sonntag etwa 30 Jugendliche aus Teplice auf die gleiche Zahl von deutschen Judoka. Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur das gemeinsame Training, sondern vor allem das Kennenlernen des Nachbarn. Zur Überwindung der sprachlichen Barriere gab es auch gleich zu Beginn eine Reihe von Animationsspielen, bei denen die Judoka aus beiden Ländern sich näherkamen.

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    Po dvou výměn mládeže s Vratislavem (Polsko) pro judoka spolku VfB Hellerau-Klotzsche bylo na programu setkání s dětmi z České republiky. Po stresových měsících organizace asi 30 teenagerů z Teplic setkali se od čtvrtka do neděle o stejném počtu německých judoků. Zaměřila se nejen na společné školení, ale především na poznání souseda. Aby se překonala jazyková bariéra, hned na začátku se hrála řada animačních her, kde se judoka z obou zemí blížila.

  • Am Donnerstag, den 6.9. kurz vor 16 Uhr trifft der Bus mit 31 Kindern und drei Betreuern aus Teplice hinter unserer Halle ein. Zunächst gibt es ein Willkommensimbiss direkt am Bus, bevor wir dann um 16:30 Uhr die Matten aufbauen. Nach der Begrüßung gibt es ein rund zweistündiges Tschechisch-Deutsches Animationsprogramm. In den ersten Spielen müssen die Kinder versuchen, sich die Kinder die Namen der Partner zu merken. Wer das am besten kann, darf sich mit vielen Judowürfen belohnen. Anschließend gibt es auch ein lustig-turbulentes Sortierspiel. Die Kinder laufen durcheinander und Dirk ruft Begriffe, nach denen sie sich sortieren müssen (z.B. Alter, Geburtsmonat, Anzahl Geschwister, Gürtelfarbe, Hobby außer Judo, Anfangsbuchstabe Vorname oder einfach „3 Deutsche und 3 Tschechen“). Diese Merkmale werden allerdings immer nur entweder auf Tschechisch oder auf Deutsch gerufen, so dass die Kinder sich mit Händen Füßen kommunizieren, um möglichst schnell ihre Gruppen zu finden. Die Stimmung ist dadurch schon noch anderthalb Stunden phänomenal, der Auftakt gelungen. Anschließend gibt es zwei Stunden Judo mit Wilko, Techniken im Stand und im Boden, die Deutsche und Tschechen begeistert aufnehmen.

  • Ve čtvrtek 6.9. těsně před 16 hodinou autobus s 31 dětmi a třemi supervizory z Teplic přichází za naší hale. Za prvé je vítaná občerstvení u autobusu, než vyráběmy rohože v 16:30 hodin. Po přivítání je dvouhodinový česko-německý animační program. V prvních hrách se děti musí snažit zapamatovat si jména partnerů. Ti, kdo dokážou udělat to nejlepší, mohou odměnit se s mnoha hody z judo. Pak je tu i zábavná turbulentní třídící hra. Děti běží jedno přes druhou a Dirk volá podmínky, podle kterých se musí seřadit (např. věk, měsíc narození, počet sourozenců, barva pasu, hobby, ale Judo, první písmeno Křestní jméno nebo jednoduše „tři Němcy a tři und 3 Češi“). Tyto podmínky se však vždy nazývají buď v češtině nebo v němčině, takže děti komunikují s rukama a s nohama, aby mohli najít své skupiny co nejrychleji. Nálada je fenomenální dokonce hodinu a půl po začátku, předehra je úspěšná. Pak jsou dvě hodiny juda s Wilko Tachi Waza a Ne Waza, ktere Němci a Češi s nadšením zaznamenávají.

  • Nach dem Abendessen sitzen alle noch lange auf der Terrasse der Sportgaststätte, denn es ist warm und die Stimmung entspannt. Alle Tschechen und einige Deutsche schlafen in der Halle auf der Judomatte.

  • Po večeři všichni sedí dlouho na terase sportovní restaurace, protože je teplý a nálada je uvolněná. Všichni Češi a někteří Němci spí v hale na Tatami.

 

Der Freitag beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück. Danach beginnt unser großer Ausflug nach Königstein. Nicht alle Deutschen haben schulfrei bekommen, so sind es am Vormittag 14 Deutsche und 34 Tschechen. Wir fahren mit der S-Bahn nach Wehlen und wandern von dort zunächst auf den Bärenstein und von dort dann weiter über Thürmsdorf zum Fuß der Festung Königstein. Vor dem Parkhaus unterhalb der Festung serviert Heiner es einen reichhaltigen Imbiss, der nach der Wanderung besonders gut schmeckt. Es regnet heftig, aber nur kurz. Nach der Stärkung fahren wir mit der Bimmelbahn zur Festung hoch. Auf Königstein gibt es für alle deutsche bzw. tschechische Audioguides, mit deren Hilfe wir die Festung erkunden. Alle Tschechen äußern sich beeindruckt von der Festung, vor allem auch von dem sagenhaften Landschaftsbild. Die Betreuer spendieren am Ende für alle Kuchen oder Eis. Nach dem Besuch der Festung steigen wir hinunter nach Königstein und fahren mit der S-Bahn zurück nach Dresden. Zum Grillen an der Elbe kommen dann auch noch die deutschen Teilnehmer mit dazu, die nicht mit nach Königstein fahren konnten.


Pátek začíná se společnou snídaní. Poté začíná náš velký výlet do Königsteinu. Ne všichni Němci dostali volny z školy, takže ráno je 14 Němců a 34 Čechů. Vezměme S-Bahn do Wehlenu a vydejte se tam nejprve do hory „Bärenstein“ a odtud pokračujeme přes Thürmsdorf na úpatí pevnosti Königstein. Před parkovací garáží pod pevností Heiner podává bohaté občerstvení, které po túrách chutná zvláště dobře. Prší těžko, ale jen krátce. Po posílení se vezmeme do turistické vlaky až k pevnosti. Na pevnosti Königstein jsou pro všechny německé a české audioguides, pomocí kterých zkoumáme pevnost. Všichni Češi jsou docela ohromeni tvrzí, zejména z legendární krajiny. Dohlížetelé nakonec darují na všechny kolač nebo zmrzlinu. Po návštěvě pevnosti sestoupíme do Königsteinu a odjedeme S-Bahn zpátky do Drážďan. Pro grilování na Labi pak přicházejí také němečtí účastníci, kteří nemohli jet do Koenigsteinu.

 

Der Samstag beginnt nach dem Frühstück mit einer Judoeinheit mit Wilko. Zuvor gibt es ein noch kleines Animationsprogramm. Wilkos Training kommt bei allen Teilnehmern sehr gut an. Mittagessen gibt es dann wieder in der Sportgaststätte. Nach einer guten Stunde Mittagspause mit individuellen Spielen fahren wir mit der Straßenbahn in die Innenstadt. Wir laufen vom Albertplatz über die Hauptstraße und die Augustusbrücke zur Semperoper. Von dort geht es weiter über den Zwinger, vorbei an der Frauenkirche zum Hygienemuseum. Auch der Besuch des Hygienemuseum kommt bei den Tschechen bestens an. Abends gibt es zunächst Kaffee und Kuchen und Abendessen und die Kinder spielen Fußball auf dem Rasenplatz. Die Stimmung in der Halle ist bei den tschechischen und den deutschen Kindern so gut, dass die Trainer entscheiden, den Kindern einfach das Feld zu überlassen, anstatt das geplante abendliche Unterhaltungsprogramm einzuflechten.


Sobota začíná po snídani s sessionem judo s Wilko. Před tím je malý animační program. Trénink Wilkova je všem účastníkům dobře přijat. Oběd je opět podán v sportovní restauraci. Po dobré hodině obědové přestávky s jednotlivými hrami vezmeme tramvaj do centra města. Chodíme z Albertplatz přes Hauptstrassei a Augustův most do Semperoperu. Odtud pokračuje přes Zwinger, kolem Frauenkirche do Hygienického muzea. Také návštěva hygienického muzea velmi dobře těší Čechy. Večer je káva a koláče a večeře a děti hrají fotbal na trávě fotbalové hřiště. Atmosféra v hale je mezi českými a německými dětmi tak dobrá, že trenéři rozhodnou nechat děti hrát samy, místo aby tkali v plánovaném večerním zábavním programu.

 

Der Sonntag geht nur bis zum Mittag. Nach dem Frühstück gibt es eine lange Judoeinheit mit Wilko, anschließend eine kleine Auswertung des Wochenendes. Die Tschechen bedanken sich herzlich und laden uns für Ende Oktober zu sich ein. Nach dem gemeinsamen Mittagessen verabschieden wir die Tschechen Gegen 13 Uhr dann an ihrem Bus auf dem Parkplatz.
Der Gegenbesuch in Teplice ist vom 26. bis zum 28. Oktober geplant. Die Hellerauer Jugendlichen freuen sich auf ein Wiedersehen mit den tschechischen Judoka.

Das Projekt „Jugendbegegnung Judo Dresden-Teplice 2018“ wird aus Mitteln der Europäischen Union gefördert.

 

 

Text: Dirk Caspary; Fotos: Raimund Warnke-Grüttner

 

 

Judo Německo-česká výměna mládeže VfB Hellerau-Klotzsche – Pro Sport Teplice 26.-28. října 2018

Sieben Wochen nach dem Besuch der Tschechen bei uns fahren wir am Freitagnachmittag mit einem gemieteten Bus nach Teplice. Die Fahrt dauert weniger als anderthalb Stunden. In Teplice verteilt Steffi die Kinder auf die Zimmer, dann gibt es ein gemeinsames Abendessen. Leider sind nicht alle Tschechen mit dabei, die bei uns in Dresden waren.


Sedm týdnů po návštěvě Čechů s námi, jedeme v pátek odpoledne pronajímaným autobusem do Teplic. Cesta trvá méně než hodinu a půl. V Teplicích Steffi rozdává děti do místností, pak je společná večeře. Bohužel ne všichni Češi jsou s námi, kteří byli s námi v Drážďanech.

Nach dem Abendessen geht es zum ersten Mal auf die Judomatte. Vašek, der tschechische Trainer, macht die Kinder mit einer Reihe von Bewegungs- und Turnübungen warm, bevor er mit ihnen die ersten Eingangs-, Wurf- und Kombinations¬techniken trainiert. Dirk übersetzt die Ausführungen auf Deutsch. Das Training ist auf hohem Niveau und es ist nicht zu übersehen, dass die tschechischen Partner wesentlich intensiver trainieren und wettkampf-erprobter sind als die meisten deutschen Kinder. Bei den Randoris macht sich das besonders bemerkbar. Nur wenige können mit den Tschechen mithalten.


Po večeři je čas poprvé na džudu. Český trenér Vašek zahřeje děti se sérií cvičení a cvičení na gymnastiky, než s nimi trénuje první vstupní, házení a kombinační techniky. Dirk překládá vysvětlení v němčině. Trénink je na vysoké úrovni a nemělo by být přehlíženo, že se čeští partneři intenzivněji trénují a jsou více konkurenční zkušenosti než většina německých dětí. To je zvláště patrné u Randoris. Pouze nemnoho Němců může držet krok s Čechy.


Am nächsten Morgen geht es schon um 7 Uhr zum Frühstück, sehr zum Leidwesen der Kinder, die nach dem anstrengenden Training des Vorabends gerne ausgeschlafen hätten. Aber schon um acht Uhr ist das erste Training angesagt. Diesmal sind Bodentechniken an der Reihe. Nach dem Training gibt es den ersten gemeinsamen Ausflug zur Burg Doubrava, die auf dem Berg oberhalb der Hotels liegt.


Následujícího rána je již v 7 hodin na snídani na zoufalství dětí, který chtěli by spát dobře po namáhavém výcviku předchozího večera. Ale již v osm hodin je oznámeno první trénink. Tentokrát jde o techniky na zemi. Po tréninku je první společná exkurze na hrad Doubrava, který leží na horu nad hotelem.

 

Nach dem Mittagessen gibt es wieder eine Trainingseinheit, danach steht der Besuch des botanischen Gartens an, der überaus interessant ist. Nach einem Spaziergang zurück geht es zum Abendessen. Nach dem Abendessen hat Vašek gemeinsame Spiele auf der Judomatte organisiert. Die Kinder werden in sechs Gruppen aufgeteilt, mit jeweils etwa gleich vielen Deutschen und Tschechen, die gegeneinander in verschiedenen turnerischen Disziplinen antreten. Das macht einen Haufen Spaß. Außerdem gibt es noch ein Fußballspiel mit zwei Bällen und einen Parkour mit turnerischen Übungen sowie eine Reihe weiterer lustiger Spiele. Erst sehr spät kommen die Kinder ins Bett.


Po obědě se koná další trénink, poté navštívit botanickou zahradu, která je mimořádně zajímavá. Po procházce zpět na večeři. Po večeři Vašek organizoval společné hry na džudo mat. Děti jsou rozděleny do šesti skupin, z nichž každý má přibližně stejný počet Němců a Čechů. Soutěží navzájem v různých gymnastických disciplínách. To je hodně legrace. K dispozici je také fotbalová hra se dvěma míčky a parkour s gymnastickými cvičením, stejně jako řada dalších zábavných her. Jen velmi pozdě, děti přijdou do postele.

 

 

Auch am nächsten Morgen ist wieder um sieben Uhr Frühstück angesagt, aber dennoch konnten wir eine Stunde länger schlafen, denn in der Nacht wurde die Uhr eine Stunde zurückgedreht. Nach dem Frühstück gibt es wieder eine gemeinsame Judoeinheit, danach einen schönen Spaziergang durch die Innenstadt, in dem uns Vašek viele interessante Facetten von Teplice erläutert. Danach gibt es noch ein gemeinsames Mittagessen, bevor wir packen und uns von den netten Tschechen verabschieden.


Následující ráno se snídaně znovu ohlásí v sedm hodin, ale dokázali jsme spát o hodinu déle, protože v noci hodiny byly hodinu zpět. Po snídani je opět společná jednotka Judo, pak pěkná procházka přes centrum města, během níž Vašek vysvětluje mnoho zajímavých aspektů Teplic. Pak máme společný oběd před tím, než zabalíme a se rozloučíme s přátelskými Čechy.


Hoffentlich gelingt es uns, auch im nächsten Jahr einen so schönen Austausch zu organisieren.


Doufáme, že v příštím roce můžeme znovu uspořádat takovou pěknou výměnu.

 

Das Projekt „Jugendbegegnung Judo Dresden-Teplice 2018“ wird aus Mitteln der Europäischen Union gefördert.
Projekt "Jugendbegegnung Judo Dresden-Teplice 2018" je financován Evropskou unií.

 

 

Text: Dirk Caspary; Fotos: Franziska Grüger

 

Der VfB Hellerau-Klotzsche aus Dresden hat sich in diesem Jahr einer besonderen Herausforderung gestellt: einer deutsch-polnischen Jugendbegegnung mit dem Judoverein Juvenia aus Wrocław. Wie wenig wir über unsere unmittelbaren Nachbarn wissen und wie viel unnötige Skepsis viele Jugendliche haben, zeigte schon die zögerliche Anmeldung auf der deutschen Seite. Viele Jugendlichen musste erst überredet werden und einige habe dieses besondere Ereignis aus Scheu schlichtweg verpasst. Pech für sie! Denn keiner von denen, die teilnahmen, hat es bereut. Alle wollen es nochmal tun, und wir werden es nochmal tun! Dabei ist just an diesem Wochenende die Heizung komplett ausgefallen. Aber weder die kalten Matten und kalten Duschen, noch das ungemütliche nasskalte Novemberwetter konnte der guten Stimmung Einhalt gebieten. 

Wrocław und Dresden liegen im grenznahen Bereich und haben mit 650.000 bzw. 520.000 Einwohnern die gleiche Größenordnung. Sie haben eine ähnliche regionale Bedeutung und sind beide kulturell hochinteressant. Die beiden Städte werden mehrmals täglich mit einer direkten Bahnlinie verbunden, die Fahrt im Trilex dauert knapp dreieinhalb Stunden. Judo ist in Wrocław anders organisiert. Während es in Dresden mehr als ein Dutzend Vereine gibt, von denen keiner mehr als 300 Judokas hat, sind bei Juvenia allein über 800 Kinder und Jugendliche gemeldet. In der Jugend ist der Verein europäisches Spitzenmaß: man trainiert sieben Mal in der Woche, und an beinahe jedem Wochenende gibt es einen Wettkampf. Der VfB Hellerau-Klotzsche ist dagegen ein Breitensportverein mit knapp fünfzig jugendlichen Judokas. Der Verein fährt zwar auf Bezirks- und Landesebene und vereinzelt auch darüber hinaus regelmäßig Erfolge ein, doch könnte man sich im Wettkampf bei weitem nicht mit den Jugendlichen aus Polen messen. Aber das ist auch nicht der Sinn einer Jugendbegegnung. Es zeigte sich, dass die anfängliche Angst vor den jugendliche Stars aus Wrocław völlig unbegründet war. Das waren nicht nur auch Menschen, sondern richtig nette Jungs und Mädchen, mit denen man viel Spaß haben konnte

Dazu musste man sich aber erst einmal kennen lernen. Nach Ankunft der etwa 30 Polen am späten Freitag Nachmittag und dem Abendessen, gab es erst einmal ein paar musikalisch unterlegte Kennenlernspiele. Immer wenn die Musik stoppte, mussten die Polen versuchen, auf Deutsch möglichst viele Deutsche nach ihrem Namen zu fragen und sich die Namen zu merken. Die Deutschen taten dasselbe natürlich umgekehrt auf Polnisch. In einem zweiten Spiel lernten die Deutschen „Wie geht es dir?“ sowie drei mögliche Antworten auf Polnisch und die Polen auf Deutsch. Je nachdem wie die Antwort ausfiel, gab es eine entsprechende Reaktion. Die Antwort „dobrze – gut“ beispielsweise wurde mit einer großen Wurftechnik quittiert – wem es gut geht, der kann auch fallen! Nach den Sprach und Bewegungsspielen gab es noch eine Menge Techniktraining und Randori und freies Herumtoben in der Halle bis Mitternacht.

Beim gemeinsamen Frühstück am nächsten Morgen waren die Gesichter der Fremden nicht mehr ganz so fremd. Es gab die ersten zaghaften Kontakte der Nationen. Immerhin hatte man ja nebeneinander auf der Judomatte geschlafen. Aber das reichte noch nicht. Die Organisatoren zogen noch eine fiesere Trumpfkarte: Die Jugendlichen mussten sich selbst in Gruppen einteilen, wobei jede Gruppe aus mindestens zwei Polen und zwei Deutschen bestehen musste. Das war auch notwendig, denn die Gruppenaufgaben waren auf Polnisch gestellt – das verstanden die Deutschen nicht – aber die Aufgaben bezogen sich auf Dresden, das wiederum den Polen unbekannt war. Beispielsweise musste man vorgebende Bildmotive, z.B. Baudenkmäler im Zentrum suchen und sich aus derselben Perspektive als Gruppe davor fotografieren lassen. Damit waren die schönen Erinnerungsfotos schon vorprogrammiert. Aber zunächst zogen die Gruppen durch das Deutsche Hygienemuseum, ein Museum rund um den Menschen, das wir jedem Besucher Dresdens wärmstens ans Herz legen möchten. Die Stunden, in den sich die Gruppen selbstständig durch die Innenstadt bewegen durften, wurde übrigens in den abschließenden Umfragebögen von den meisten als das größte Highlight bezeichnet. Die meisten Gruppen erledigten ihre Aufgaben sehr schnell und genossen es, noch ein bisschen Freizeit in der Gruppe zu haben. Was die Gruppen genau gemacht haben, haben wir nicht erfahren.

Nach einer polnischen Stadtführung waren die Jugendlichen so müde, dass sie es kaum zur Straßenbahn schafften. Unterwegs schliefen einige in den Sitzen ein. Aber nach dem gemeinsamen Abendessen, drehten plötzlich alle wieder auf. Selbst zwei Stunden Techniktraining und dreiviertel Stunde Randori reichten nicht, um die Judokas zu erschöpfen: man tobte wieder bis nach Mitternacht.

Egal, schlafen kann man ja noch auf der Heimfahrt. In diesem Sinne wurden um acht Uhr alle gnadenlos zum Frühstück hoch gescheucht. Anschließend gab es wieder Spiele mit deutschen und polnischen Begriffen vermischt und viel Bewegung und Spaß. Den Abschluss bildete eine letzte Judoeinheit mit Techniktraining und Randori.

Vor dem Zusammenpacken mussten die Teilnehmer auf einer Zielscheibe bewerten, welche Aspekte ihnen gut und welche ihnen weniger gut gefallen haben. Das Wetter und die (kalten) Duschen kamen dabei schlecht weg, der Rest lag für die meisten im Bereich der Volltreffer. Und auch das Trainerteam hat es so empfunden. 

Im April 2017 ist der Gegenbesuch in Polen geplant. Die polnischen Organisatoren haben schon Ideen, was sie mit uns vorhaben und die Deutschen Jugendlichen können es kaum abwarten, Wroclaw kennen zu lernen und die netten Judokas wieder zu sehen.

Wir möchten uns an dieser Stelle ausdrücklich beim Deutsch-Polnischen Jugendwerk bedanken. Ohne deren finanzielle Unterstützung wäre dieses wunderbare Event nicht möglich gewesen. Unser Dank gilt auch der Deutschen Sportjugend, die uns im Rahmen einer Schulung überaus wertvolle Hinweise zur Durchführung der Jugendbegegnung gegeben hat.

 

 
Text: Dirk Caspary
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