VfB Hellerau-Klotzsche e.V.

Euer Verein für Breitensport im Dresdner Norden!

Am 26. und 27. November fand in Aue das diesjährige Holzmichl-Turnier statt und wie jedes Jahr war der Wettkampf ausgesprochen gut besucht. An den zwei Tagen gingen – trotz starker Konkurrenzveranstaltungen - insgesamt knapp 400 Sportler aus Deutschland, Österreich, Polen aus Tschechien an den Start.  Auch acht Sportler des VfB Hellerau-Klotzsche stellten sich der internationalen Konkurrenz – und das Ergebnis kann sich mit 9 Medaillen (Fabian hat U18 und M/F gekämpft) mehr als sehen lassen.  

Am Samstag machten mit der U11 die jüngsten mitgereisten Sportler den Anfang. Und die ersten Medaillen waren uns schon nach dem Auswiegen sicher: Laurin Peters und Ronaldo Müller waren in ihrer Gewichtsklasse (-42kg) leider allein. Der Veranstalter hat für diesen Fall ein System mit 2 „Sieg-Kämpfen“ festgelegt, so dass kein Sportler mit nur einem Kampf nach Hause fahren musste. Unsere beiden Jungs haben sich nichts geschenkt und nach zwei Begegnungen stand es 1:1 – im Entscheidungskampf konnte Laurin dann eine Unaufmerksamkeit von Ronaldo nutzen und sich den Sieg sichern. 

Sophia Parascandola (oder „Paroscondola, Sophie“ wie es der Sprecher mit erstaunlicher Konsequenz aussprach) trat in der Gewichtsklasse -33kg an und hatte mit 7 Gegnerinnen und einem Doppel-KO-System eine ordentliche Aufgabe vor sich. Nachdem sie Nina Hoffe aus Eilenburg und Rabea Schmidt mit viel Krafteinsatz und guter Bodenarbeit bezwingen konnte, musste sie sich im Finale leider Leonie Roßa, ebenfalls aus Eilenburg, geschlagen geben. Während Sophia ihre Gegnerin auch hier gut bewegt hat, fehlte es an der einen oder anderen Idee zum schnellen Abschluss – schade! 

Tabea Mecklenburg (-28kg) macht es ähnlich – zwei schnelle Siege gegen Maria Malzahn aus Halle und Paula Unger aus Rodewisch sicherten ihr den Sieg um Gold. Flora Maut aus Potsdam war aber körperlich deutlich stärker – aber das schien für Tabea eher Motivation als ein Problem zu sein. Im deutlich stärksten Kampf unserer U11 bewegte sie ihre Gegnerin extrem gut, kreiste anstatt sich auf das Kraftduell einzulassen und holte letztlich mit Ko-Uchi-Gari (kleine Innensichel) Yuko. Darauf aufbauend dominierte sie den Kampf über weite Strecken, bis sie dann doch noch den Punkt erzwingen wollte. Ohne richtige Vorbereitung versuchte Tabea einen O-Soto-Gari, also eine große Außensichel und wurde dabei von ihrer Gegnerin gekontert. Sehr schade, aber trotzdem: der Kampf war klasse. 

Durch kurzfristige Ausfälle und Krankheit war Lina Peters unsere einzige Starterin U15. In der Klasse -44kg hatte sie vier Gegner und musste im Pool auch gegen alle vier antreten. Und der erste Kampf: Ausgerechnet ein Blaugurt. Aus Bayern. Auch noch eine Linkskämpferin. Oh Gott. Panik. Die war aber glücklicherweise verflogen, als Lina Matten unter den Füßen spürte. Trotz Problemen mit dem Linksgriff hatte Lina ihre Gegnerin fest im Griff und holte erst Waza-Ari durch einen Konter und anschließend Punkt durch Hiza-Guruma. Geht doch. Vom entsprechenden Selbstbewusstsein beflügelt waren auch die nächsten beiden Gegnerinnen, Julia Kammermeier aus Mühlhausen und Isabell Tippmann aus Schildau, kein Problem. Aus starkem Griff heraus dominierte Lina jede Gegnerin nach Belieben und war nie in Gefahr. Im „Finale“ gegen die bis dahin ebenfalls ungeschlagene Denise Gäbler, mal wieder eine Linkskämpferin, fing sie ebenfalls stark an. Im Boden geriet sie aber nach einer Unaufmerksamkeit in einen Hebel, in dem sie leider aufgeben musste. 

Den Abschluss am Samstag machten die Männer. Fabian Schreiter (-73kg), eigentlich noch in der U18, hatte mit Abdulrahmen Swed aus Antonstahl direkt einen ganz unangenehmen Gegner vor sich. Gegen den physisch deutlich stärkeren Gegner, der zudem einen sehr unorthodoxen Stil kämpfte, fand Fabian kein Mittel und fiel letztlich zwei Mal Waza-Ari. Als nächstes wartete mit Nico Klimmt aus Aue  einen erfahrenen Ligakämpfer. Fabian zeigte hier einen starken Griffkampf und machte über weiten Strecken mit. Letztendlich zahlte sich die Erfahrung des Auers aber aus, der mit einem tollen O-Soto-Gari punkten konnte. Im letzten Kampf ging es mit Sandro Girth aus Freiberg wieder gegen einen erfahrenen Ligakämpfer. Wieder war Fabian stark im Griff, wieder machte er gut mit. Und diesmal war auch das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite: Nach einem schwachen Angriff des Gegners nutzte er die Gelegenheit und erarbeitete sich einen starken Hebel, in dem der Gegner aufgeben musste. Klasse! 

Den Abschluss an dem Tag machte Wilko Taudor in der +100kg, der nur zwei Gegner hatte. Detlef Schwarzelühr aus Mühlhausen machte allerdings seinen ersten Wettkampf überhaupt, Mergim Hajdaraj vom gastgebenden JC Aue ist eigentlich in der Gewichtsklasse -90kg aktiv und zudem erst 16 Jahre alt. Entsprechend problemlos gestalteten sich die Kämpfe. Aber immerhin konnten die Sportler ihren Trainer jetzt auch mal in Aktion sehen.

Am Sonntag trat Fabian direkt noch einmal an, diesmal in der U18. In der -73kg Klasse waren noch sieben weitere Sportler, es wurde also Doppel-KO-System gekämpft. Gegen Jakub Felix von SKJ Pobezovice und Tom Ullrich aus Oelsnitz dominierte  er jeweils den Griff, war wach und präsentierte sich taktisch klug. Nach diesen zwei Siegen wartete im Finale Florian Schwope aus Jena, der körperlich deutlich stärker war als die bisherigen Gegner. Gegen den guten Griff und Fabians konsequentes Bewegungsjudo, für das er sich selbst auch mit einem Yuko belohnte, kam der Sportschüler aber zunächst nicht an. Nach einem Wurfansatz des Gegners fiel Fabian aber hart. Den anschließenden, überhasteten Versuch den Kampf früh zu beenden konnte der Gegner leider in einen eigenen Haltegriff weiterführen. Schade, irgendwie lagen uns Finalkämpfe an diesem Wochenende nicht.

Peter Lindenberg (-66kg) machte es besser. Oder er hätte es vermutlich besser gemacht. Nach einem sehr dominanten Auftakt gegen Michael Meyer aus Holzhausen (klar dominanter Griff, 2 Yuko, 1 Waza-Ari), ließ er auch gegen William Schröter aus Eilenburg nichts anbrennen. Wieder aus gutem Griff stellte er den Gegner erst auf Shido und holte sich dann auch noch im Boden Waza-Ari. Der lang erwartete Finalkampf, war dann aber deutlich kürzer als erwartet. Der Gegner griff zu, knechtete Peter ein wenig runter, holt sich Rückgriff – und dann folgte ein beherzter Griff ins Bein. Was sich Thomas Barth vom Judoclub Aue dabei gedacht hat? Keine Ahnung. Aber Gold ist Gold. UND: Das war der erste Wettkampf, bei dem ich betreut habe, bei dem Peters erster Kampf sein bester war. Kurzum: Toller Wettkampf von Peter.

Zudem trat auch unser ehemaliger Sportler Eric Pönitz in der -60kg an und wurde – mangels „eigener“ Trainer – ebenfalls von Wilko betreut. Mit 3-1 Kämpfen holte er den 3. Platz.

3x Gold, 5x Silber 2x Bronze  - und jeder Sportler holt mindestens eine Medaille. Eine tolle Leistung, die große Hoffnung für die Meisterschaften im nächsten Frühjahr macht!
Vielen Dank auch noch einmal an Nico, Steffi und Angelika fürs Fahren, Eltern-sein (und NICHT coachen ;) ), Schiedsen. Ohne euch wäre der Wettkampf so nicht möglich gewesen!

 

Text: Wilko Taudor
Bilder: Stefanie Peters, Stephanie Pönitz

 

Gruppenfoto Samstag
Bildrechte: Stefanie Peters
Spaßfoto Samstag
Bildrechte: Stefanie Peters
Gruppenfoto Sonntag
Bildrechte: Stephanie Pönitz
Spaßbild Sonntag
Bildrechte: Stephanie Pönitz
Impressionen Aue - Holzmichl
Bildrechte: Stefanie Peters
Impressionen Aue - Holzmichl
Bildrechte: Stefanie Peters
Impressionen Aue - Holzmichl
Bildrechte: Stephanie Pönitz
Impressionen Aue - HOlzmichl
Bildrechte: Stefanie Peters

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